Der „ausbruchsichere“ Garten

Da wir in unmittelbarer Nähe einer stark befahrenen Straße wohnen, galt es, unseren Garten möglichst ausbruchsicher für unsere Stubentiger zu machen. Wir errichteten zuerst einen 1,60 m hohen Mattenzaun, der an sich schon nicht leicht zu überwinden ist.

Alle Katzen blieben auf unserem Grundstück – bis auf unseren Barney. Der kletterte einfach drüber. Also rüsteten wir – nach fleißiger Recherche im Internet – mit einem speziellen „Weidezaungerät“ für Kleintiere und zwei am Zaun befestigten Drähten nach. Aber Barney schien sich nicht wirklich vom kleinen Spannungsstoß beeindrucken zu lassen und lernte, am oberen Ende möglichst schnell hinüber zu klettern – wieder ein Sieg für unseren Ausreißer.

Aber mit 50 cm hohen Acrylglas – befestigt am oberen Ende des Zaunes (Idee ebenfalls im Internet gefunden) müsste es doch klappen, den Ausbrecherdrang von Barney in den Griff zu bekommen. Ja, aber nur für kurze Zeit. Für sehr kurze Zeit. Danach hatte Barney gelernt, auch dieses Hindernis zu überwinden. Und zwar genau an den Zaunpfählen, wo die Isolatoren befestigt sind und er sich prima mit den Hinterpfoten abstützen konnte, während er sich mit den vorderen Pfoten über den oberen Rand des Acrylglases zog: Kann ein Mensch eigentlich jemals gegen einen Barney gewinnen???

Unsere letzte Hoffnung war der maßstabsgerechte Nachbau des Tigergeheges aus dem Tierpark. Der Zaun wurde um 40 cm erhöht, wobei die oberen 20 cm nach innen abgewinkelt wurden. Jetzt konnte Barney nicht mehr so flink hinüberklettern und kam zwangsläufig mit den hinteren Pfoten längere Zeit an die Drähte…

Seit gut einem Jahr hat er das Grundstück nicht mehr verlassen und ich sehe mich endlich wieder an der Spitze der Evolution…

In unserem überschaubaren Garten haben wir aber auch einige Projekte realisiert, die das Leben zahlreicher Tiere angenehmer machen sollen:

Das Futterhaus für Vögel
Marke Eigenbau mit Bauanleitung aus dem Internet. Positiv: Großes Reservoir für Futter. Dach ist abnehmbar und das Häuschen läßt sich gut befüllen. Allerdings fällt viel Futter hinaus und das Haus ist schwer zu reinigen. Bald bauen wir ein neues – ohne diese Konstruktionsfehler.

Igelhäuschen
Davon haben wir drei Stück im Garten. Die zwei anderen sind noch stärker mit Zweigen, Laub etc. getarnt. Zusätzlich gibt es noch weitere, fast unzählige, natürliche Unterschlupfmöglichkeiten für die stacheligen Bewohner. Also ruhig mal Baumstümpfe liegen lassen oder zu Höhlen umfunktionieren. Viele verschiedene Versteck- und Übernachtungsmöglichkeiten sind ideal für die Igel, da sie häufig auch das Quartier wechseln. Von Vorteil sind auch Verbindungen dieser Unterschlüpfe durch Gestrüpp, Bodendecker und geeigneten Sträuchern, die eine gute Deckung bieten. Meistens sehen wir unsere Igel nur selten – wir hören sie dafür aber regelmäßig. Es sind – schon seit Jahren – drei Stück. An einigen Stellen können die Igel – im Gegensatz zu unseren Katzen – auch unseren Garten verlassen, da sie ein sehr großes Revier von bis zu einem Quadratkilometer haben.

Futterstelle für Igel
Zugegeben – das ist nur die provisorische „Open Air“-Futterstelle. Aber genau hier soll in Kürze noch eine richtige aus wasserfestem Holz und mit zwei Eingängen entstehen. Jeden Abend zwischen 22:00 und 23:00 Uhr kommen unsere drei Stachelpelze und dürfen sich auf leckeres Igelfutter mit getrockneten Insekten freuen.

[Dieser Beitrag wird in Kürze fortgesetzt]