Tierische Mitbewohner

Unsere Tiere kamen direkt oder indirekt alle vom Tierschutz zu uns, da wir (meine Frau und ich) die beispielhafte Arbeit dieser Organisationen unterstützen möchten und zudem der Meinung sind, dass Haustiere zuerst von der Straße, aus überfüllten Tierheimen, Vereinen oder Pflegefamilien geholt werden sollten, um weiteren bedürftigen Tieren einen Platz zu ermöglichen.

Pflegefamilien haben zusätzlich noch den Vorteil, dass diese schon einige Informationen über das Tier haben und beispielsweise etwas über die Verträglichkeit gegenüber Artgenossen, Kleinkindern etc. und zum sonstigen Verhalten sagen können.

Speziell zum Thema Katzenzusammenführung gibt es immer verschiedene Meinungen, wir handhaben es so:

Ein Neuankömmling wird bei uns zunächst isoliert in einem Zimmer gehalten, dessen Tür aus einem Holzrahmen, einem Aluminium-Fliegengitter und einer chip-gesteuerten Katzenklappe besteht. Vorteil ist, dass sich die Tiere durch das Fliegengitter zunächst beschnuppern aber nicht verletzten können.

Nach einer gewissen Zeit aktivieren wir die elektronische Katzenklappe, sodass der Neuankömmling den Quarantäneraum jederzeit verlassen kann, alle anderen Tiere aber nicht hinein können. Im Falle einer Auseinandersetzung kann sich der neue Bewohner jederzeit wieder in „seinen“ Raum zurückziehen.

Nach dieser Eingewöhnungszeit wird dann anschließend die Fliegengittertür wieder gegen die normale Zimmertür getauscht und alle Räume offen gelassen. Diese Vorgehensweise der Zusammenführung hat sich bei uns seit vielen Jahren immer gut bewährt.

Tierische Mitbewohner


Neuzugang Mafi:

Geboren: 01.04.2016
Rasse: Sheltie-Mix

Die liebe Mafi lebte als Straßenhund in der Slowakei. Dort war man nicht immer gut mit ihr und so kam es, dass sie von lieben Tierschützern weggeholt wurde und bei uns landete…

Mafi_06_2018

 

Gizmo:

Geboren: 2005
Rasse: EKH/Hauskatze

Gizmo stammt von einem Bauernhof und kam im Alter von 8 Wochen zu uns. Für eine optimale Prägephase hätten wir ihn gern noch länger bei seiner Mutter gelassen, aber die Besitzer des Hofes wollten ihn – egal wie – loswerden.

Er ist stark menschenbezogen und kommentiert fast alle seine Bewegungsaktivitäten mit einem Laut, den man mit „Hallo, hier bin ich“ übersetzen könnte.

Gizmo kennt das Wort „Anschleichen“ überhaupt nicht. Er hoppelt wie ein Eisbärenjunges hinter allem her, was sich bewegt – natürlich lautstark kommentierend. Das macht ihn – glücklicherweise – zum schlechtesten Jäger aller Zeiten, sodass die Vögel in unserem Garten gar nicht erst wegfliegen, wenn Gizmo unbeholfen und lautstark auf seine gefiederten Spielkameraden zuhoppelt, sondern höchstens einen Ast weiter nach oben hüpfen.

Einmal hatten wir auf dem Wohnzimmersofa eine völlig unverletzte Erdkröte sitzen, die Gizmo dort abgelegt hatte, um dann wieder in den Garten zu hoppeln, um nach weiteren Kameraden Ausschau zu halten.

Gizmo_01


Barney:

Geboren: 2007
Rasse: EKH/Hauskatze & vermutlich einige Siam-Gene

Er heißt nicht nur so, sondern er verhält sich auch entsprechend seinem Namen: ein echter Frechdachs.

Wir haben ihn vom PLUTO-Tierschutzverein. Ursprünglich stammt er von einer Familie in England, die ihn im Urlaub in Spanien einfach zurückließ. Er war dadurch zeitweise auf sich allein gestellt, was ihn (leider) zu einem perfekten Jäger gemacht hat. Daher bekommt Barney – wie alle unsere Stubentiger – zur Vogelbrutzeit Hausarrest.

Auch Barney ist sehr menschenbezogen und vor allem extrem lautstark, wenn er uns von seinen Abenteuern im Garten berichten möchte. Er übertönt dabei jedes Haushaltsgerät, wenn er etwas zu erzählen hat, einschließlich Haarfön, Staubsauger sowie völlig mühelos das Heimkino-Soundsystem bei voller Lautstärke…

Barney_01


Kimba (der weiße Löwe):

Geboren: 2013
Rasse: EKH/Hauskatze

Andere Katzen sind für ihn in Ordnung, auf seine Dosenöffner kann und will er aber keinesfalls verzichten.

Er antwortet, wenn man ihn anspricht und rollt sich dabei auf den Rücken. Kimba liebt offenbar unseren Hund mehr als seine Artgenossen und hat sich tatsächlich einige Verhaltensweisen von ihm abgeschaut: Wenn es beispielsweise an der Haustür klingelt, läuft Kimba unüberhörbar KNURREND zum Eingangsbereich – genau wie unser Hund.

Wir warten eigentlich nur noch darauf, dass Kimba ebenfalls Ochsenknochen zernagt oder an Bäumen sein Bein hebt – lange kann es nicht mehr dauern…

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Kitty (Kimbas Schwester):

Geboren: 2013
Rasse: EKH/Hauskatze

Genau wie ihr Bruder kam auch sie vom Tierschutz. Ihre Mutter wurde trächtig aus einem „Messie-Haushalt“ geholt.

Kitty ist sehr scheu – aber auch sehr frech: Sie weiß ganz genau, dass Tiere bei uns nicht auf’s Bett dürfen. Sie hält diese Hausregel aber nur für eine Empfehlung und schleicht sich immer dann ins Bett, wenn wir bereits tief schlafen – vorher nicht.

Außerdem ist sie unheimlich schnell: Sekundenbruchteile bevor der Wecker morgens klingelt, hört man ein kurzes „Klick-Geräusch“. Bereits hier springt Kitty aus dem Bett – hinein in ihr Körbchen – als sei nichts gewesen.

Komisch nur, dass wir morgens immer eine handwarme Wölbung auf unserer Bettdecke vorfinden…

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Jojo:

Geboren: 13.08.2003
Rasse: Sheltie (& vermutlich einige Vielfraß-Gene)

Auch ihn haben wir von einem Tierschutzverein übernommen, nachdem seine Vorbesitzerin ihn loswerden wollte.

Aufgrund der früheren nicht optimalen Haltung hat er diverse gesundheitliche Beeinträchtigungen, die leider nicht mehr geheilt oder operiert werden können. Dadurch können wir keine großen Spaziergänge an einem Stück mit ihm unternehmen. Als Lösung bot sich ein auf ihn zugeschnittener Bollerwagen an, in den wir ihn dann bei Ausflügen zeitweise hinein setzen.

Unzählige Passanten hatten schon bei uns angefragt, mit ihm tauschen zu dürfen. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass es zum Abendbrot häufig Truthahn- Innereien gibt.

Gibt es immer noch jemanden, der gern mit ihm tauschen möchte?

NACHRUF:

Leider ist unser kleiner Jojo am 23.11.2017 von uns gegangen. Er war unser lebensfroher, liebenswerter und treuer Begleiter, ein Familienmitglied und ein echter Kumpel, der über 6½ Jahre lang und 24 Stunden am Tag mit uns durch’s Leben, durch dick und dünn ging.

Er hat das Leben leicht und mit voller Freude genommen – trotz seiner vielen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Als unser Schatten war er in all den Jahren niemals davon abzubringen, ständig auf uns aufpassen zu müssen.

Er war ein echter Kämpfer: Mental sehr stark hatte er sich Ende 2016 auch von einem Schlaganfall sowie von einer schweren Infektion nicht aus dem Leben reißen lassen und sich vollständig davon erholt. Doch die zuletzt aufgetretene Infektion war zu viel für unseren kleinen Kämpfer. Auch nach sechs Tagen intensiver tierärztlicher Betreuung konnten wir ihn leider nicht mehr retten – und er wollte wohl auch nicht mehr kämpfen.

Aber auch wenn wir unseren Jojo gehen lassen mussten, ist er noch bei uns: Seine letzte Ruhestätte hat er in unserem Garten gefunden. Wir werden ihn niemals vergessen…

 

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